Forward-Darlehen Zinsaufschlag

Zinsaufschlag bei der Forward-Finanzierung auf einem Blick

Zinsaufschlag für Forward-Darlehen
Zinsaufschlag für Forward-Darlehen

Forward-Darlehen weisen im Vergleich zu einem klassischen Bankdarlehen zumeist einen Zinsaufschlag aus. Somit sind ihrer Effektivzinssätze etwas höher als vergleichbare Annuitätendarlehen. In diesem Zusammenhang wird vom Forward-Aufschlag gesprochen.

  • Vorlaufzeit und Markterwartungen bestimmen die Höhe des Zinsaufschlags
  • Forwardaufschlag = Zinsaufschlag im Vergleich zu klassischen Baudarlehen

Mit diesem Zinsaufschlag lassen sich die Kreditgeber das Risiko bezahlen, dass sich der Marktzins bis zum Zeitpunkt der Darlehensabnahme zu ihren Ungunsten entwickelt. Die genaue Höhe des Forward-Aufschlages wird die Kreditnehmer in der Regel nicht sichtbar. Stattdessen vereinbaren Sie einfach mit ihrer Bank einen festen Effektivzinssatz, welchen Sie ab der Inanspruchnahme des Forward-Darlehens zahlen werden.

Einflussfaktoren auf den Zinsaufschlag

Der Zinsaufschlag ist insbesondere Abhängig von der Marktlage am Kapitalmarkt. Sofern Banken mit künftig steigenden Hypothekenzinsätzen rechnen, nimmt die Höhe des Zinsaufschlages zu. Bei einer allgemeinen Markterwartung von fallenden oder gleichbleibenden Hypothekenzinsen, entwickeln sich auch die Zinsaufschläge analog. Generell ließ sich in den vergangenen Jahren ein deutliches Fallen des Zinsaufschlages für Forward-Darlehen feststellen, sodass aktuell Forward-Darlehen eine interessante Zinssicherungsmöglichkeit darstellen.
Eine weitere Einflussgröße ist Vorlauffrist. Je länger der Zeitraum bis zur Inanspruchnahme des Darlehens ist, desto höher wird der Forward-Aufschlag sein. Klar, denn auch die Unsicherheit über die Zinsentwicklung nimmt mit der Laufzeit entsprechend zu.  Diese Unsicherheit lässt der Kreditgeber sich entsprechend bezahlen.

Forward-Darlehen ohne Zinsaufschlag

Einige Banken bieten aktuell Forward-Darlehen mit geringen Vorlauffristen von etwa einem 1 Jahr mittlerweile zu gleichen Konditionen wie ihre Annuitätendarlehen. Sie verzichten dabei auf einen Forward-Aufschlag. Daher lohnt es sich besonders bei einer kurzen Vorlaufzeit nach einem Forward-Darlehen ohne Zinsaufschlag Ausschau zu halten. Die Institut wiederrum nutzen Forward-Darlehen um Finanzierungskunden gezielt zu gewinnen. Somit profitieren beide Seiten von der Anschlussfinanzierung.
Alternativ kann es sich für den Darlehensnehmer auch sinnvoll sein, klassische Annuitätendarlehen in die Betrachtung mit einzubeziehen. Einige Kreditgeber bieten ihre klassischen Annuitätendarlehen auch mit einer langen bereitstellungszinsfreien Zeit an. So ist es bei einigen Banken durchaus möglich vertraglich eine bereitstellungsfreie Zeit von 12 Monaten zu vereinbaren. Andere Kreditgeber wiederum verlangen bereits nach wenigen Monaten Bereitstellungszinsen, wenn das Darlehen nicht rechtzeitig abgenommen wurde. Dieses sollten Sie beachten und als Kreditnehmer möglichst vermeiden.

Höhe des Zinsaufschlags bei Forwarddarlehen

Wie Eingangs erläutert ändert sich auch die Höhe des Zinsaufschlags für Forward Darlehen laufend gemäß der Erwartung der Kapitalmärkte. Bei Betrachtung aktueller Konditionen (Stand 26.01.2018) beträgt der Zinsaufschlag etwa 0,35 Prozent pro Jahr der Vorlaufzeit. Eine Ausnahme stellt dabei das erste Jahr dar. Da dieser Zeitrahmen relativ überschaubar ist, beträgt der Forwardaufschlag in diesem Fall lediglich zirka 0,1 Prozent gegenüber vergleichbarer Annuitätendarlehen.

Entwicklung des Zinsaufschlags

Historisch betrachtet befindet sich der Zinsaufschlag weiter auf einem günstigen Niveau. Gleichzeitig lässt sich ein leichter Anstieg auch des Zinsaufschlags in den vergangenen Monaten feststellen. Demnach hatten wir im Januar 2017 bei einer Forwardfrist von 12 Monaten einen Aufschlag von durchschnittlich 0,084 % bei den 5 günstigsten Forward-Anbietern gemessen. Demgegenüber steht im Januar 2018 ein Aufschlag von 0,102 Prozent.

Noch deutlicher wird die Betrachtung bei einer Vorlauffrist von 24 Monaten. Betrachtet wird hier der Zinsunterschied von einem 12-monatigen Forward-Darlehen zu einem Darlehen mit 24 Monaten Vorlauffrist. So betrug im Januar 2017 der Zinsaufschlag 0,316 Prozent. Bei gleicher Betrachtung ist der Zinsaufschlag im Januar 2018 bei 0,42 Prozent. Diese Rechnung verdeutlicht, dass die Akteure am Markt zunehmend mit steigenden Zinsen rechnen. Diese Erwartung wird zunehmend eingepreist. Forwardzinsen spüren diese Entwicklung als erstes, da sie auf Basis der Markerwartung ermittelt werden.

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Allgemeinen Fragen rund um Forwarddarlehen

Als Gegenleistung für den garantierten Zinssatz wird die Bank in den meisten Fällen einen Zinsaufschlag berechnen.  Dieser Zinsaufschlag nimmt zu, mit jedem Monat, den die Bank in Vorfeld die Zinsen garantiert. So liegt der Zinsaufschlag für ein Jahr Zinsgarantie bei etwa 0,2 Prozent, während 2 Jahre schon etwa 0,5 Prozent Zinsaufschlag bedeuten. Inzwischen ist es jedoch auch üblich, dass viele Banken auf einen Zinsaufschlag verzichten, wenn die Vorlaufzeit bis zum Darlehensbeginn nur noch einige Monate beträgt.

Der Forward-Aufschlag hat sich in den vergangenen Jahren analog der Zinsentwicklung rückläufig entwickelt. Dieses führt dazu, dass die Attraktivität von Forward-Darlehen weiter zunimmt. Inzwischen berichteten Finanzierungsexperten, dass es unter optimalen Bedingungen (guter Beleihungswert und hohe Bonität) einige Anbieter in 2016 gibt, die einen Forwardaufschläge von nur 0,6 Prozent für 5 Jahre Forwardlaufzeit berechnen.
Durchschnittlich kann man für das Jahr 2015 noch von einem Forwardaufschlag von 0,58 Prozent für 3 Jahre ausgehen.

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